Gardasee | Hotel Ferienwohnung Wetter & Co.Gardasee | Hotel Ferienwohnung Wetter & Co.
Forgot password?

Wasserfall von Varone

Wasserfall von Varone: Naturspektakel zwischen Gesteinsformationen

Nördlich von Riva del Garda und westlich von Arco liegt eines der aufregendsten Naturschauspiele an den Ufern des Gardasees. Aus dem Tennosee gelangen Wassermassen letztendlich in eine senkrechte Klamm, die ein Bach im Verlauf von zwanzigtausend Jahren tief in ein Bergmassiv grub. Über 100 Meter schießen die Fluten. Als Wasserfall von Varone, der schon seit dem 19. Jahrhundert ein Ausflugsziel für Reisende ist, begeisterte das Naturwunder Poeten und Künstler. Die historische Parkanlage besteht bis heute aus gut zugänglichen Wegen, die in das Innere des Gesteines führen, durch das der Wasserfall von Varone schießt. Zuvor genießen Besucher exotische Blumenpracht, die im umliegenden Botanischen Garten gedeiht.

Weitere Infovarmationen…

Anschrift:

Località Le Foci, 3,

38060 Tenno TN

 

Besuchsdauer: mehr als 2 Stunden

Ausflug in ein Naturparadies: Wasserfall von Varone

Die Fluten des Wasserfalls, die durch eine gewaltige Klamm schießen, legen insgesamt mehr als 100 Meter zurück. Das Naturspektakel beeindruckt Besucher, die die Parkanlage betreten. Das gut zugängliche Areal, in dessen Zentrum sich der Wasserfall von Varone befindet, besteht aus ausgebauten Wegen, die Geländer schützen. Im Bereich des Wasserfalles stehen Besucher auf Plattformen, die in direkter Nähe der Klamm angebracht sind. Bei hohem Wasserstand spritzt soviel Gischt, das Besucher grundsätzlich in schützende Regenkleidung schlüpfen sollten, bevor sie eine der Plattformen betreten. Auf technische Geräte ist am Wasserfall von Varone besonders zu achten.

Den Wasserfall von Varone speist der Bergbach Magnone, der acht Kilometer entfernt aus dem Tennosee entspringt. Unterhalb des Wasserfalls ändert sich der Name des Flusses, der nun Varone heißt. Später mündet das reißende Gewässer im Gardasee. Der italienische Name für das Naturspektakel lautet Cascata Varone. Die Bezeichnung, die der Wasserfall von Varone trägt, entstand aus dem Namen des Flusses und dem des benachbarten Ortes, durch den das Gewässer fließt. Der Wasserfall von Varone und der angeschlossene botanische Garten befinden sich in Privatbesitz. Die Betreiber verlangen für den Besuch einen Eintritt, der sich lohnt, weil das Naturspektakel Reisende begeistert.

Vom Rückzugsort für Adlige zur Attraktion für Touristen

Nach längerer Bauphase eröffnete die Attraktion schon 1874. Als Paten erschienen der damalige König von Sachsen und der Prinz von Montenegro, die beide zufällig zur Sommerfrische in der Region weilten. Vor der offiziellen Eröffnung entstanden Treppen und Tunnel, die die untere Grotte zugänglich machte. Bis zu diesem Zeitpunkt war ein Besuch nur für erfahrene Bergsteiger möglich, die das Areal um den Wasserfall von Varone unter Gefahren erforschten. Noch heute erinnern Fotos und Urkunden an die Zeit der Eröffnung. Sie befinden sich im alten Eingangsgebäude, das der Architekt Giancarlo Maroni entwarf, der als Gestalter eines Monumentalkomplexes für den Poeten Gabriele D’Annunzio große Bekanntheit erlangte.

Nach der Eröffnung besuchten berühmte Reisende die Anlage, um sich vom Wasserfall von Varone inspirieren zu lassen. Adlige wie Prinz Umberto II. oder Kaiser Franz Joseph bestaunten den Wasserfall von Varone. Poeten wie Franz Kafka oder Max Brod statteten den Wassermassen im Felsgestein einen Besuch ab. Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann, der einer bedeutendsten Erzähler des vergangenen Jahrtausends ist, betrat die Anlage zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eindrücke verarbeitete dieser Autor, der den Wasserfall von Varone im Winter des Jahres 1901 besichtigte, in seinem Roman „Der Zauberberg“. Das Ende dieses Meisterwerkes entstand aus Notizen, die mehr als zwanzig Jahre zuvor am Wasserfall festgehalten wurden.

Wasserfall von Varone: Aufbau der Anlage

Gäste betreten zunächst das historische Eingangsgebäude, in dem sich ein Kassenbereich, ein Café und ein Souvenirladen befinden. Im Anschluss besuchen Reisende das malerische Areal. Nach kurzer Wegstrecke gelangen Besucher in die untere Grotte, die Grotta Inferiore heißt. Sichere Wege führen zuvor entlang südländischer Vegetation. Unberührte Natur lädt zum Entspannen ein. Mehrsprachige Informationsschilder informieren auch auf Deutsch über die Entstehungsgeschichte des Parks, in dessen Herzen sich der Wasserfall von Varone befindet. Hinweistafeln erläutern dessen Entstehungsgeschichte, die mehr als 20.000 Jahre zurückliegt.

In den Höhlen, die durch ausgeleuchtete Bergwege erreichbar sind, befinden sich künstliche Plattformen, die zur Besichtigung angelegt wurden. Vor mehr als einhundert Jahren schlugen Bergleute die Zugänge, die tief in das Berggestein führen. Über den unteren Höhleneingang gelangen Besucher in die erste Grotte, wobei das tosende Wasser schon von weitem zu hören ist. Zwischen Felsen schießen Wassermassen, die sich später auch aus der oberen Grotte besichtigen lassen. Dieses höhere Areal ist über den botanischen Garten zu erreichen. Von dort führt erneut ein 13 Meter langer Gang in die Felsen. Auf einer weiteren Plattform bestaunen Besucher den Wasserfall von Varone, der sich zweimal seinen Weg durch die Felsformationen bahnt.

Unterer Wasserfall von Varone: Nasse Klamm und Pflanzenpracht

Nach kurzem Fußmarsch, bei dem Besucher die Wunder der italienischen Fauna begutachten, gelangen Reisende in die untere Schlucht, an die sich eine Grotte anschließt. Der Weg in den Berg besteht aus zahlreichen Biegungen und Kurven. Dabei nutzen Besucher die Stege, die in den Fels integriert sind. Unter den Füßen fließt der Bach, der zuvor durch den Wasserfall von Varone schießt. Dort bestaunen Besucher den letzten Abschnitt, den das Wasser über 55 Meter nimmt. Zuvor legte es mehr als 100 Meter im freien Fall zurück, sodass ein großer Wasserdruck entsteht. Spritzer und Gischt sorgen im Sommer für Abkühlung. Zugleich entwickelt sich dünner Nebel, der die surreale Atmosphäre im unteren Abschnitt am Wasserfall in Varone erzeugt.

Im Anschluss beginnt der Aufstieg zur oberen Klamm. Besucher besteigen 115 Stufen, um in die höher gelegene Grotte zu gelangen. Den Pfad säumen Blumen- und Pflanzenbeete des Botanischen Gartens. Reisende bezeichnen diesen Abschnitt als grüne Oase. Zahlreiche Pflanzenarten wachsen nebeneinander. Zypressen, Oleander und Hortensien befinden sich am Wegesrand. Je höher Besucher steigen, desto atemberaubender die Aussicht. Vor dem Eingang zur zweiten Grotte genießen Reisende den Blick auf die umliegenden Berge und die Ebene von Riva del Garda. Beim folgenden Aufstieg verengt sich der Weg, der von bedrohlich wirkenden Felsen umgeben ist. Dabei sinkt die Temperatur erneut, wobei der Wasserfall von Varoneimmer stärker erklingt.

Höhere Höhle des Parks: Naturspektakel im Zentrum des Berges

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand der obere Abschnitt des Parkareals. Arbeiter schlugen einen weiteren Weg in die Felsen, um Zugang zu einer beeindruckenden Grotte zu schaffen. Bis heute betreten Besucher einen Tunnel, um einem 15 Meter langen Gang zu folgen, der in das Zentrum des Berges führt. So gelangen Reisende zu einem Trichter, durch den der Wasserfall von Varone zuerst schießt. Die überwältigende Schlucht, die das Wasser formte, ist 73 Meter lang. Damit übertrifft sie die Länge der unteren Klamm, die 15 Meter kürzer ist. Laute Geräusche entstehen, wenn die Wassermassen herabfallen. Die Gischt spritzt an dieser Stelle besonders stark, sodass die obere Plattform ebenfalls nur in geeigneter Kleidung betretbar ist.

Beim Betreten der zweiten Grotte besteigen Gäste einen Vorsprung, an den sich die künstliche Plattform anschließt. Dort bewundern sie das einzigartige Naturschauspiel. In der Nähe stürzen die Wassermassen in die Tiefe. Beim freien Fall über mehr als einhundert Meter entwickelt das kalte Nass eine ungeahnte Kraft. Es schießt den Felsentrichter hinab, den der Wasserfall von Varone über den Lauf von Jahrtausenden schuf. Am Ende der Klamm sammelt sich das Nass in einem wilden Bergteich, bevor es in die untere Schlucht abfließt. Die Wasserkraft wirkt auf die Felsen. Bizarre Formationen entstanden im Gestein, das die Wassermassen prägt. Wundersame Gesteinsformationen, an denen das Wasser hinab schießt, sorgen für Momente der Verzauberung.

Weitere Informationen zum Wasserfall von Varone

Aus Riva del Garda sind umliegende Parkplätze und der Wasserfall von Varone einfach zu erreichen. Reisende folgen den Schildern in Richtung Tenno. Kleinere Hinweisschilder in brauner Farbe weisen auf die Attraktion hin. Bei einer Anfahrt mit dem Automobil lässt sich ein kleiner Parkplatz nutzen, für den keine Gebühren anfallen. Falls alle Plätze belegt sind, findet sich eine weitere Parkgelegenheit an der Straße aus Riva. An einer vorherigen Abzweigung existiert ein größerer Bereich zum Parken, der gleichfalls kein Geld kostet. Im historischen Eingangsgebäude kaufen Reisende im Anschluss passende Souvenirs. Poster vom Wasserfall verkauft der Betreiber an Besucher. Dort bietet er zudem praktische Regencapes für den Wasserfall von Varone. Derzeit verlangt der Betreiber 5,50 Euro Eintritt. Eine Ermäßigung für Kinder oder ein Familienrabatt existierte zumindest bis Mitte des Jahres 2017 nicht. Allerdings gibt es Ermäßigungen für Schulklassen oder Reisegruppen.

Im historischen Gebäude befindet sich ein Café, in dem die Betreiber süße Spezialitäten servieren. Vor dem Eingangsbereich zum Wasserfall von Varone erstreckt sich ein größerer Picknick-Abschnitt, den bis zu 150 Personen nutzen. Besucher verspeisen dort ihre Mahlzeiten, um im Anschluss den Park zu betreten. Nach einem Besuch des Naturspektakels begeben sich Reisende häufig on angrenzende Orte. In der Nähe befindet sich beispielsweise das Dorf Canale di Tenno, das durch seine aus dem Mittelalter stammenden Gemäuer beeindruckt. Mit einfachsten Methoden errichtete Steingebäude, die dicht gedrängt stehen, säumen uralte Gassen. Nach einem Besuch des Areals, in der sich der jahrtausendealte Wasserfall von Varone befindet, begegnen Reisende so erneut der Vergangenheit.