Tortellini – ein italienischer Klassiker

Jeder kennt sie, die leckeren Teigtaschen mit köstlicher Füllung – natürlich ist hier von Tortellini die Rede. Diesen Klassiker aus der italienischen Küche lassen sich in unterschiedlichen Variationen wiederfinden. Egal ob mit Schinken, Käse, Tomaten, Rucola oder auch in einer Kombination aus allem, diese Nudeln sind in jeder Zusammenstellung lecker.

Die Mythologie um die Tortellini

Die Herkunft bzw. die Erfindung der Tortellini ist umgeben von einer göttlichen Legende. Diese besgat, dass die Teigtaschen ihre Form dem Bauchnabel der Liebesgöttin Venus zu verdanken haben. Die Göttin der Liebe soll Gast eines Wirtshauses in Bologna gewesen sein, wo sie den Himmelsvater Jupiter treffen sollte. Als die Göttin auf ihrem Zimmer verschwand, wagte der Koch des Wirtshauses einen Blick durch das Schlüsselloch des Zimmers. Dort erhaschte er einen Blick auf den Bauchnabel der Liebesgöttin. Venus war nicht nur die Göttin der Liebe, sondern auch der Schönheit. Von dieser Schönheit und die des Bauchnabels war der Koch so angetan, dass er sofort die Form der Tortellini ihr widmete.

Auch wenn es sich hier um eine Legende handelt, kann dennoch der geografische Entstehungsort der Tortellini auf die Region Emilia-Romagna festgelegt werden. In welcher Stadt es genau passierte, bleibt allerdings ein Rätsel. Seitdem findet man diese leckeren Teigtaschen überall wieder. Sie dürfen in keinem italienischen Restaurant und Haushalt fehlen.

Klassische Tortellini

Tortellini findet man in vielen Formen wieder. Ob bereits vorgekocht, eingefroren oder frisch – wer Lust auf Tortellini bekommt, der kann diesen schnell stillen. In wenigen Minuten sind diese dann bereit zum Verzehr. Sollten die fertigen Teigtaschen allerings nicht munden, lassen sich die Nudeln auch selber machen. Mit ein wenig Geduld und Liebe können köstliche Tortellini gezaubert werden.

Die Basis bildet ein einfacher Pastateig. Hierfür eine Mulde aus Mehl formen, in welche Eier und Salz gefüllt werden. Diese Zutaten miteinander verbinden und mit angefeuchteten Händen eine homogene Kugel bilden. Die Teigkugel in Firschhaltefolie verpacken und ca. eine halbe Stunde (30 Minuten) bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Während der Ruhezeit kann die Füllung bereits hergestellt werden. Hier sind der Fantasie und dem Geschmack keine Grenzen gesetzt. So werden Fleischliebhaber und Vegetarier auf ihre Kosten kommen.

Für eine Fleischfüllung wird vorerst das gewählte Felisch, Hackfleisch würde sich anbeiten, kurz angebraten. In einem Mixer wird das Fleisch zusammen mit einem Ei, Knoblauch und geriebenem Käse (Parmesan) miteinander verbunden. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen und auch dieses in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank ca. 20 Min kühlen, um es später zu bearbeiten.

Für eine vegetarische Alternative bieten sich zahlreiche Zutaten und Rezepte an, um die Tortellini zu füllen. Besonders beliebt ist die Tomaten-Mozzarella-Füllung. Hierfür Tomaten und Mozzarella klein hacken, miteinander vermengen und würzen. Neben Salz und Pfeffer, passen auch Kräuter wie Basilikum und Oregano dazu, die das Rezept abrunden.

Wenn der Teig bereit zur Verarbeitung ist, sollte er gedrittelt oder geviertelt werden. Mit einer Nudelmaschine oder einer Teigrolle den Teig bis zur gewünschten Dicke rollen, empfohlen werden 2-3 mm. Den ausgerollten Teig in 4x4cm große Quadrate schneiden. Die Ränder der Quadrate mit Eigelb beschmieren, damit diese im nächsten Schritt kleben. Die Füllung in kleinen Mengen in die Mitte der Quadrate geben und zu einer dreieckigen Tasche formen und sehr gut zusammendrücken, evtl. eine Gabel zur Hilfe nehmen. Die obere Spitze des Dreiecks auf den gefüllten Bauch der Tasche legen und die anderen Spitzen überlappen, sodass eine Art Ring entsteht. Sind alle Tortellini gefüllt und geformt, kommen sie in kochendes Salzwasser. Da der Teig der Nudeln sehr dünn ist, brauchen die Tortellini nur wenige Minuten. Nach ca. 2 Min sollten die Teigtaschen fertig sein. Am Besten man porbiert die Kochzeiten aus. Je nach Tortellini genügt schon eine Minute.

Klassisch werden die Tortellini mit etwas Olivenöl in einer Pfanne vermengt, damit sie nicht zusammen kleben. aber auch hier ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Häufig findet man Tortellini in einer Soße wieder, ein Klassiker hier ist die Schinken-Sahne-Sauce. Hierfür den Schinken fein hacken und die Sahne aufkochen lassen. Ein wenig würzen und die Tortellini hinzugeben. Aber auch in Salaten machen sich die Teigtaschen gut. Zusammen mit Rucola und einem Dressing wird ein einfacher Salat zu einem leckeren Hauptgang.

Diese Rezepte sind nur eine Auswahl an zahlreichen Rezepten, die über die Zeit hinzugekommen sind. Egal ob mit Sauce oder ohne, diese Klassiker sind in jeder Variante lecker. Dafür lohnt es sich, diese auch selber zu kochen!