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Rocca di Garda

Acquario Civico

Der Rocca di Garda bietet einen fantastischen Blick über den Gardasee

Der Rocca di Garda ist ein bekannter Fels, der seht steil und markant zwischen den Orten Bardolino und Garda gelegen ist und über das östliche Ufer des Gardasees hinaus ragt. Auf dem Rocca di Garda war in der Vergangenheit sogar bereits eine Königin gefangen. Der Rocca die Garda gewährt einen wunderschönen Blick auf Garda mit Punta San Vigilio und Bardolina, dazu ist die in den See weit hinein ragende Halbinsel von Sirmione sehr gut erkennbar.

 

Die Natur und die Geschichte des Rocca di Garda

Heute ist die Anhöhe vom Rocca die Garda bewaldet. Vor etwa 1.000 Jahren war das noch anders, denn zu dieser Zeit stand dort eine Festung. Markgraf Berengar hielt dort die Königin von Italien namens Adelheid gefangen. Der Grund war, dass die junge Adelheid nicht gewillt war, den Markgrafen Berengar zu heiraten. Das kostete den sehr mächtigen Mann die italienische Krone und verärgerte ihn sehr. Statt den Markgrafen zu heiraten, floh Adelheid mitsamt ihrer Tochter aus der Festung Rocca di Garda. Dazu rief sie Otto I. weiterhin während ihrer Flucht vor Berengar um Hilfe. Dieser bezwang zunächst den despotischen Markgrafen, heiratete danach Adelheid gleich selbst. An der Seite von Otto I. wurde Adelheid nun Kaiserin im mittelalterlichen Römischen Reich. Nach ihrem Tod wurde sie noch verehrt, denn ihr war stets am Recht der Armen gelegen und sie setzte sich für diese ein. Dafür wurde sie noch nach ihrem Tode heilig gesprochen.

 

 

Weitere Informationen…

Anschrift: Via Don Luigi Sturzo, 37016 Garda VR

Besuchsdauer: mehr als 2 Stunden

 

 

Heute ist von der einstigen Burg auf dem Rocca di Garda mit Ausnahme von ein paar größeren Steinen nichts mehr erkennbar. Allerdings zeigen die sehr steil abfallenden Felsen, dass für Adelheid seinerzeit die Flucht sehr beschwerlich und langwierig gewesen sein muss. Heute ist auf der Spitze vom Rocca di Garda eine Wiese vorhanden. Diese wird sehr gern als Picknickplatz genutzt, denn sie bietet eine sehr schöne Aussicht auf den kompletten südlichen Gardasee. Traditionell wird auf der Wiese vom Rocca di Garda von den Einheimischen zu Ostern dort gegrillt. Für Besucher sollte dennoch die Regel gelten, dass ausschließlich fertige mitgebrachte Speisen auf dem Rocca di Garda beim Picknick verzehrt werden und dabei einfach das wunderschöne Panorama genossen wird, ohne den Grill mitzubringen.

 

Ausflüge am Rocca di Garda

Insgesamt besteht der Rocca di Garda aus zwei Gipfeln. Das ist der direkt am Ufer befindliche Rocca Vecchia. Dahinter liegt die Anhöhe mit dem Kloster namens „Eremo dei Camaldonesi“. Die Rocca selbst können Besucher von mehreren Seiten aus erreichen.

Von der Altstadt von Garda aus führt am Südrand der Altstadt ein Fußweg vorbei an einer Kirche und dann steil die Felsen zum Rocca die Garda hinauf. Durchschnittlich gute Kondition, allerdings ein sehr gutes Wanderschuhwerk sind Bedingung, um diesen Wanderweg zu bewältigen. Aber dennoch kann er auch mit motivierten Kindern, die mit entsprechend gutem Schuhwerk ausgestattet sind, bezwungen werden.

Der leichtere Anstieg auf den Rocca die Garda führt von der anderen Seite hoch auf den Felsen. Mit dem Pkw fahren Besucher von Bardolino ausgehend über eine Verbindungsstraße namens San Colombano in die Richtung Albarè. Danach biegt man links in Richtung „Il Bersagliere“/“Agriturismo La Rocca“ ab. Leider sind dort am Ziel nur wenige Parkmöglichkeiten gegeben, der Wagen sollte deshalb am Istituto Tusini abgestellt werden. Danach gilt es noch einen etwa 30-minütigen Fußweg umzusetzen, der dann zur Spitze der Rocca führt. Auf dem Fußweg geht es am Wald und an Olivenhainen vorbei und der Fußweg ist zudem deutlich leichter zu bewältigen als der erstgenannte Wanderweg.

 

Rocca di Garda und La Rocca

Der insgesamt 291 Meter hohe Tafelberg namens La Rocca überragt Garda und bietet dem Besucher zudem ein beeindruckendes Panorama über den kompletten südlichen Gardasee. Schon der Gotenkönig Theoderich wusste die Perspektive zu genießen und ließ damit im 5. Jahrhundert die Burg Rocca di Garda, eine der zahlreichen Burgen am Gardasee, auf dem Felsplateau errichten. Die Festung war lange Zeit uneinnehmbar und selbst Kaiser Barbarossa musste sich beim Versuch der Eroberung der Festung letztlich geschlagen geben. Nachfolgend auf die Goten herrschen dann auf der Burg die Langobarden. Die Venezianer zerstörten allerdings im 16. Jahrhundert die komplette Anlage auf dem Rocca di Garda und so sind heute auf dem La Rocca, dem Tafelberg, nur noch einige Mauerreste der damaligen Festung vorhanden.

Wandern auf dem Rocca di Garda zu seiner Spitze

Es gibt mehrere Wanderwege, die letztlich alle auf die Spitze des Rocca di Garda führen. Je nach Kondition, Lauftempo und Pausenbedarf verlaufen die Wanderungen über einen Zeitraum von zwei bis zu etwa drei Stunden. Wer mag, dann die Laufdauer allerdings verkürzen, indem die Anfahrt mit dem Pkw bis zum Parkplatz am Bildstock Madonna dei Pign genutzt wird.

Eine längere Wanderung findet ausgehend von Garda an der Kirche San Maria Maggiore statt. Für diese Wanderung sind etwa vier Stunden für eine Länge von 11 km zu veranschlagen. Die Route ist beschildert und führt sogar an historischen Weinkellern vorbei bis zum Gipfel des Rocca di Garda. Dabei wandert man aan der Klosterkirche Eremo di San Giogio vorbei wieder zurück Richtung Garda. Wer mag, kann im Nachbarort Bardolino dann noch ein Glas Wein genießen.

 

Interessante Fakten zum Rocca di Garda und dem Ort Garda sowie dem Gardasee

Der Gardasee ist in den italienischen Alpen gelegen und hat eine Wasserfläche von 370 qkm, dazu eine Uferlinie über eine Länge von 160 km. Damit ist der Gardasee der größte See in Italien. Auch wenn die Lage des Sees in den Bergen ist, hat die Höhe der Wasseroberfläche nur 65 m üNN aufzuweisen. Somit liegt der Seeboden innerhalb einer Wassertiefe von maximal 346 Metern teilweise unterhalb des Meeresspiegels. Östlich am Seeufer liegt die Stadt Garda, die dem See wegen ihrer historischen Bedeutung seinen Namen gegeben hat. Gefunden wurden hier eine Pfahlsiedlung und viele andere archäologische Funde, beispielsweise Keramikscherben und Bronzescherben. Dazu wurden auch insgesamt 19 Gräber gefunden, die aus der Bronzezeit stammen. Damit wird die frühe Besiedelung der Region auch archäologisch belegt.

Vor etwa 4.000 Jahren entstanden in der Region auch die Felsgravierungen, innerhalb derer sowohl Kreuze wie auch Jäger und Tiere dargestellt wurden. Die Form des historischen Ortszentrums in Garda lässt Rückschlüsse auf die Existenz einer antiken Siedlung zu. Diese stammte aus der Römerzeit.

 

Die Wanderung zum Rocca die Garda

Insgesamt ist der Rocca die Garda ein Berg in Italien, der immer wieder gerne von Einheimischen wie auch Gästen bezwungen wird. Wer gern lange Wanderungen genießt, kann sogar von Garda und seinem Stadtzentrum ausgehend die Wanderung zum Rocca di Garda umsetzen.

Weniger passionierte Wanderer nutzen die Anfahrt mit dem Auto über Bardolino und wandern dann vom Parkplatz aus über die Rückseite des Rocca di Garda zum Berg hoch.

Von Garda ausgehend dauert die Wanderung etwa zwei bis drei Stunden. Der Berg ist trotz gewisser Ansprüche an die Kondition und die Lust auf längere Wanderungen von Familien und auch Wanderanfängern problemlos zu bewältigen.

 

Der Ausblick am Ziel auf dem Rocca di Garda überzeugt

Selbst bei schlechteren Witterungsbedingungen genießt man vom Rocca di Garda einen fantastischen Blick über die Bucht von Garda. Wer den Rocca di Garda bei ganz klaren Sichtverhältnissen besteigt, kann bis nach Sirmionie im Süden die Aussicht genießen. Sirmionie ist eine Insel im Gardasee. Auch Bardolino und Lazise sowie andere Städte können vom Rocca di Gardaaus bei guten Sichtverhältnissen aus interessanter Perspektive betrachtet werden.

 

Dunkle Höhlen sind im Rocca di Garda zahlreich vorhanden

Wer den Aufstieg auf den Rocca di Garda plant, kann auf Wunsch auch eine schöne Rast einlegen. Ein kleines Kloster lädt zur Pause ein und macht die Rast damit noch sehr stimmungsvoll.

Beachten sollten Besucher des Rocca di Garda immer, dass Vorsicht walten sollte beim Aufstieg. Wichtig zu wissen ist, dass Kinder gut beaufsichtigt werden sollten, denn es gibt auf dem Anstieg auf den Rocca di Garda immer wieder Stellen, die Kinder allein nicht bezwingen sollten. Deshalb sollten Eltern die Kinder anhalten, sich in ihrer Nähe aufzuhalten.

Für Erwachsene wie auch Kinder gleichermaßen interessant ist, dass auf dem Weg zahlreiche Höhleneingänge zu finden sind. Das ist spannend, betreten werden sollten die Höhlen trotzdem nicht. Viele Höhlen führen auf dem Rocca di Garda zwar in den Berg hinein, sie enden dann allerdings direkt über dem Abgrund. Sowohl in dunkle Löcher wie auch Höhlen sollte sich auf dem Weg auf den Rocca di Garda niemand begeben, so spannend die Erkundung auch sein mag. Das gilt auch dann, wenn die Gefahrenstelle nicht offensichtlich gesichert ist, denn das ist nicht an allen Höhleneingängen der Fall, obwohl hier Gefahren bei eigenständigen Bewanderungen bestehen.

Wer diese wenigen Regeln beachtet, kann den Rocca di Garda problemlos besteigen und die fantastische Aussicht genießen, die der Felsen bietet.