Die Anfahrt

Mit dem Auto dauert die Anfahrt vom Gardasee über die A4 oder die A35 etwa zwei Stunden. Mit dem Zug von Desenzano del Garda bis Milano Centrale fährt man hingegen nur etwa eine Stunde und erspart sich die Nervenaufreibende Parkplatzsuche. Die Fahrt von Peschiera del Garda ist etwas länger (ca. 1 Std 15 Minuten). Von Rovereto aus sind 2 bis 2,5 Std. Fahrt einzuplanen da die Strecke einen Umweg über Verona beinhaltet. Bei Anreise mit dem Zug kann man bei Ankunft direkt das beeindruckende Gebäude des Bahnhofs Milano Centrale bewundern. Dieses wurde 1931 offiziell eingeweiht nachdem bereits 1906 der Grundstein gelegt wurde und die eigentlichen Bauarbeiten 1913 begannen. Aufgrund der durch den ersten Weltkrieg entstandenen Wirtschaftskrise kamen die Bauarbeiten ins Stocken und wurden erst 1925 wieder aufgenommen.

Il Duomo di Milano

Vom Bahnhof Milano Centrale sind es gut 2,8 km Fußweg bis zum wohl bekanntesten Bauwerk Mailands, dem Dom. Der Weg führt vorbei am Museo Civico. Weitere Highlights auf dem Fußweg sind das Teatro alla Scala und der Palazzo Marino. Alternativ bietet es sich an mit der M3 zur Haltestelle Duomo zu fahren um sich den Fußmarsch zu ersparen.

Mailänder Dom

Mailänder Dom

Der beeindruckende Marmorbau Il Duomo di Milano ist die drittgrößte Kirche der Welt. Von außen beeindruckt der 1386 begonnene Bau vor allem durch seine Größe und seine gothische Bauweise mit einer Fassade mit einer Mischung aus barocken und neugotischen Stilelementen. Fertiggestellt wurde der Dom erst nach fast 600 Jahren Bauzeit im Jahr 1965. Ein weiteres Highlight sind die farbig gestalteten Glasfenster.

Dem Eintritt in den Mailänder Dom geht erst einmal eine Taschenkontrolle voran. Für Gläubige ist der Eintritt zum Beten kostenlos. Besucher zahlen Eintritt für Dom und Museum, die Besichtigung des Domschatzes, den Zutritt zum Baptisterium und zu den Archäologischen Ausgrabungen. Bei gutem Wetter ist die Aussicht von den Domterassen Atemberaubend. Bei guter Sicht hat man von hier einen Blick über die ganze Stadt und kann in der Ferne die Alpen sehen. Je nach Gruppengröße und ob die Treppe oder der Aufzug genutzt wird, variieren die Preise pro Person beträchtlich. Im inneren des Doms erwarten einen 52 Bündelpfeiler, eine Vielzahl an Heiligenfiguren und Prophetengestalten, ein Marmorboden (ergänzt mit anderem Stein), Kunstschätze, Altäre und Sarkophage von Heiligen und Stiftern. Die Orgelanlage des Doms ist eine der Größten Orgeln der Welt mit ca. 16.000 Pfeifen.

Galleria Vittorio Emanuele

Galleria Vittorio Emanuele

Eine weitere Besonderheit des Doms ist, dass es keinen eigenen Glockenturm gibt. Drei Glocken (die größte 2,12m im Durchmesser) sind zwischen Gewölbe und Außenwand aufgehängt. Aus statischen Gründen werden allerdings nicht die Glocken selbst sondern die Schwengel der Glocken zum Läuten bewegt.

Mit der Fassade des Doms im Rücken auf dem Domplatz stehend, befindet sich rechterhand die Galleria Vittorio Emanuele II, ein ebenfalls sehr beeindruckendes Bauwerk. Stuck, Fresken, Marmor und die riesige Glaskuppel im Schnittpunkt der beiden Arme der Galerie prägen das Bild im Innern der Galerie. Im Innern der Galleria sind passend zum luxuriösen Ambiente vor allem Anbieter von Luxusmarken zu finden.

Auch zahlreiche Straßenkünstler geben, hauptsächlich bei gutem Wetter, Ihr können Preis. Für Autofans gehört mit Sicherheit auch ein Besuch des Ferrari-Stores in der Nähe des Doms zu einem Mailand Besuch dazu. Um dorthin zu gelangen einfach zwischen Galleria Vittorio Emanuele II und Dom her laufen, am Ende der Galerie befindet sich der Store auf der linken Seite, gut zu erkennen am Ferrari-Rot.

 

Parco Sempione

Castello Sforzesco

Castello Sforzesco

Vom Duomo aus sind es fußläufig nur 1,7 km bis zum Parco Sempione. Der vom Duomo aus auch ganz einfach mit der M1 zu erreichen ist. Der Schlosspark Parco Sempione lädt ein zum Verweilen und Entspannen. Er erstreckt sich auf fast 40 ha zwischen dem Castello Sforzesco und dem Arco della Pace. Der Arco della Pace sollte nach der Eroberung Oberitaliens durch Napoleon als Eingangstor nach Mailand dienen. Napoleon starb jedoch vor Fertigstellung und so erinnert der Bogen heute an den europäischen Frieden von 1815.

Auch das Thema Kunst spielt im Parco Sempione, genauer im Palazzo dell’Arte und im Designmuseum Triennale eine Rolle.

Einen weiteren Aussichtspunkt über Mailand stellt das Torre Branca dar. Hierbei handelt es sich um einen im Jahre 1933 erbauten fast 109 m hohen Turm aus Stahl mit einer Aussichtsplattform auf knapp unter 100m Höhe.

Acquario Civico

Acquario Civico

Für Fans von Unterwasserwelten oder Personen die vor Regen fliehen wollen empfiehlt sich ein Besuch des Acquario Civico im Parco Sempione. Es ist das drittälteste Acquarium Europas und befindet sich in einem im Jugendstil 1906 erbauten Gebäude. Kleiner Tipp: Dienstags nach 14 Uhr und Mittwochs bis Sonntags von 16.30 bis 17.30 Uhr ist der Eintritt frei.

Seit 1800 beherbergt der Parco Sempione zudem ein Amphitheater, die Arena Civica. Auch heute finden hier noch Sportveranstaltungen statt.

Auch Feierwütige finden im Parco Sempione eine Möglichkeit das Mailänder Nachtleben zu erleben. Der Old Fashion Club befindet sich im Palazzo dell’Arte und ist nicht nur Nachtclub sondern bietet auch Platz für ein Restaurant.

 

Der Cimitero Monumentale

Famedio Cimitero Monumentale

Famedio Cimitero Monumentale

Grabstätten so groß wie Häuser, Prunkvoll und Pompös – das findet man auf dem berühmten Cimitero Monumentale. Empfangen wird man auch am Friedhof von einem, wie soll es auch anders sein, beeindruckenden Bauwerk. Über Weißen Kies gelangt man zur Ehrenhalle (Famedio) der von Galerien flankiert ist. Auch das erste Krematorium Italiens befindet sich auf dem Cimitero Monumentale, gebaut in den Formen eines griechischen Tempels. Das Zentrum des Friedhofs bildet das Ossarium (Beinhaus). Die Flanken rechts und links bilden jüdische Friedhöfe die durch separate Eingänge zugänglich sind. Die meisten der jüdischen Gräber verfallen zusehends.

Seit Eröffnung des Cimitero Monumentale 1866 haben sich zahlreiche Berühmte, Reiche und Mächtige Mailänder Persönlichkeiten hier ein Denkmal errichten lassen oder Ihre Angehörigen haben das für sie übernommen. Aus diesem Grund ist der Cimitero Monumentale der einzige Friedhof Italiens der gleichzeitig ein Museum ist. Eine besondere Ehre kommt drei Personen zu: Alessandro Manzonis (Schriftsteller), Carlo Cattaneos (Philosoph) und Salvatore Quasimodos (Nobelpreisträger) Grabsteine sind im Famedio (der Ruhmeshalle) zu sehen. Auf den über 250.000 m² des besonderen Friedhofs ist es noch heute ehrenhaft und teuer einen Platz zu bekommen. Auch der Sohn des Erfinders des bekannten roten Likörs: Davide Campari, nach dem noch heute das Unternehmen benannt ist, liegt dort begraben.

Aperitivo a Milano

Wenn es die Zeit zulässt sollte man auf jeden Fall in Mailand einen Aperitivo genießen. Damit ist nicht der Aperitif gemeint den wir aus Deutschland kennen. Aperitivo ist ein Lebensgefühl. Beim klassischen Aperitivo wird meist ein alkoholisches Getränk bestellt um den Appetit anzuregen. Dazu gibt es einen kleinen Happen zu essen. Dabei kommt es aber am meisten auf die Gesellschaft an und das Gemeinschaftsgefühl. Die Weiterentwicklung ist die Happy Hour. Hierbei gibt es nicht nur ein kleines sondern ein recht umfangreiches Buffet bei dem man auch satt wird. Achtung! Fragen Sie vorher welche Getränke für den Aperitivo vorgesehen sind, nicht immer darf auch bei allen Getränken gespeist werden. Meist ist Aperitivo zwischen 18 und 21 Uhr erhältlich, auch diese Uhrzeit variiert von Bar zu Bar.

Natürlich hat Mailand noch einiges mehr zu bieten, wie zum Beispiel das Viertel um den Naviglio Grande, viele tolle Kirchen, das Abendmahl von da Vinci, das Künstlerviertel Brera und für Fußballfans das Stadio Giuseppe Meazza.