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Grotte di Catullo

Grotte di Catullo – sehenswert und interessant

Die Grotte di Catullo, auch als Grotten des Catull bezeichnet, bezeichnen die Ruinen einer alten römischen Villa, die sich an den nördlichen Ufern der Halbinsel um Sirmione finden. Die Grotte di Catullo wurden bereits im 1. Jahrhundert nach Christus errichtet und bilden somit ein Zeugnis der einstigen Zugehörigkeit von Sirmione und dem Gardasee zum römischen Reich.  Wie man es so oft von den Bauten aus vergangenen Zeiten hört, wurden auch die Grotten des Catull ihrerseits auf den Überresten der Grundmauern eines bereits vergangenen Gebäudes, dessen Erbauung auf das erste oder gar zweite Jahrhundert vor unserer christlichen Zeitrechnung datiert werden kann.  Heute gehen Experten ziemlich einstimmig davon aus, dass die Grotte di Catullo vermutlich wohl im 5. Jahrhundert nach Christus bereits wieder aufgegeben wurde. Dennoch gelten die Grotten des Catull als die am besten erhaltene römische Villa im gesamten Norden Italiens.  Die Bezeichnung der Grotte stammte noch aus jener Zeit, in der die Villa bereits verlassen und verfallen war, die Überreste jedoch von sich schützend über sie legenden Pflanzen verborgen wurden.  Auch heute sind noch nicht alle Geheimnisse um die Grotte di Catullo geklärt. Die Ruine wurde vom archäologischen Verband gekauft, der sie auch heute immer noch weiter untersucht. Fraglich ist allerdings für nahezu alle Besucher, die sich ein wenig mit der Geschichte der Grotte di Catullo befassen, wie es zur Namensgebung an sich kam. Im Archäologiemuseum neben den Grotte di Catullo findet sich ein sogenanntes Dichterportrait. Es wird als Bildnis des Catull bezeichnet. Auf der anderen Seite lässt sich nicht nachweisen dass jener Catull der Herr der Villa war.  Er soll zwar in der Nähe einige größere Ländereien besessen haben, doch geht man heute mehr davon aus, dass die Villa selber eher den Angehörigen der Gens Valeria vorbehalten war. Gut möglich, dass sich hier auch Catull zu der einen oder anderen Gelegenheit eingefunden haben mag. Dennoch gibt es keinen wirklichen Zusammenhang zwischen den Grotten des Catull und der Tatsache, dass diese Villa wirklich Catull gehört haben mag.

Die Grotte di Catullo als Ziel für den Familienausflug

Grotte di Catullo ist eines der beliebtesten Ausflugszielen, die sich nicht nur in der Region um Sirmione sondern am Gardasee selber befinden. Obgleich sicher für die ganz kleinen Kinder die Grotten des Catull vielleicht nicht so aufregend präsentieren, so kann man doch auch ihnen diesen Rundgang schmackhaft machen. Es ranken sich viele Mythen und Geschichten um die Grotte di Catullo und so kann man seinen Kindern natürlich auch die eine oder andere, vielleicht auch frei erfundene Geschichte erzählen, wie es sich hier zugetragen haben könnte. Man könnte von tapferen Kriegern und schönen römischen Frauen berichten und so die Aufmerksamkeit der kleinen voll und ganz auf deren eigene Fantasie lenken.  Sie werden sicher selber auch noch die eine oder andere Geschichte aus dem Hut zaubern, die sich um die Grotte di Catullo rankt und den Abenteurer in sich entdecken. Natürlich ist es auch die Umgebung, von der sich die Kleinen faszinieren lassen und der Ausblick über den See wird sicher sowohl die großen als auch die kleinen Besucher faszinieren. Daneben ist es jedoch so, dass sich die Grotte di Catullo in Sirmione befindet und sich dadurch der Ausflug hierher durchaus auch wunderbar mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Nähe verbinden lässt. Es gibt in der Grotte di Catullo nicht wirklich besonders zu viel zu sehen, hier ist vor allem das Museum zu nennen, das neben der Grotte di Catullo eingerichtet wurde. Ansonsten kann man sich natürlich durch die besonders weitläufige Anlage arbeiten und sich recht schnell auch vorstellen, welchen imposanten Bau die Grotte di Catullo einst einmal dargestellt haben müssen.

 

Fast schon einem Palast gleichend zeugt die Grotte von Prunk

Heute kann man sich nach langen Jahren der Forschung und er steten Untersuchungen eine Vorstellung davon machen, welch einen imposanten Bau die Grotte di Catullo einst darstellte. Die Grotte des Catull erstreckte sich über drei Stockwerke und bot dabei über 20.000 Quadratmeter Platz. Ausgestattet mit einem prachtvollen Badebereich und verschiedenen Terrassenanlagen muss die Grotte di Catullo wohl einer der ganz besonderen Prunkbauten jener Zeit gewesen sein.  Während der Haupteingang auf der Südseite zu finden war, befand sich die Panoramaterrasse auf der Nordseite. Von hier aus bot sie den Bewohnern der Grotte di Catullo einen traumhaften Ausblick über den See. Alleine vom Hören kann man sich die Ausmaße nicht vorstellen. Wenn man jedoch heute mitten in der Grotte di Catullo steht und erahnt, bis wo sich die Mauern der Villa einst erstreckt haben müssen, dann wird einem schnell das wahre Ausmaß klar. In diesem Zusammenhang steht auch die Annahme, dass die Grotte di Catullo wirklich im Besitz der Gens Valeria gewesen sein muss. Bei ihnen handelte es sich seinerzeit um die reichste und mächtigste Familie Roms, die ihren Einfluss nahezu überall geltend machen konnte. Zu ihnen und ihrem Lebensstil könnte der Bau der Grotte di Catullo passen. Viele Politiker und einflussreiche Geschäftsleute entstammten diesem alten Geschlecht. Ob die Grotte di Catullo nun wirklich in jenen Besitz zu rechnen sind oder doch zu Catull, wird wohl so schnell noch nicht eindeutig zu klären sein. Fraglich ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, die Catulls Portrait seinerzeit überhaupt in die Grotten des Catull gelangen konnten.  Nachdem allerdings die gesamten Untersuchungen noch immer nicht abgeschlossen sind, wird wohl auch diese Frage noch irgendwann einmal geklärt werden können.  Sicher ist eigentlich in jedem Fall nur, dass es sich bei der Grotte di Catullo um die größte und am besten erhaltene Villa aus römischen Zeiten handelt. Versucht man sich vorzustellen, wie alt diese Ruinen sind, dann wird man sich der Ehrfurcht, die einen überkommt, so schnell nicht mehr erwehren können.

Die Grotte di Catullo und ihre Geheimnisse

Obgleich fieberhaft geforscht wird, werden wohl einige Geheimnisse um die Grotte di Catullo stets im Verborgenen bleiben. Man ist nun schon über 100 Jahre damit beschäftigt zu erforschen, was sich hier wohl seinerzeit abgespielt haben mag. Zwar konnte man bislang die Grundfeste der Mauern so weit ausgraben, dass man die Größe und Anordnung der Räumlichkeiten der Grotte di Catullo herausfand, doch ist noch vieles im Unklaren. Fest steht, dass das gesamte Gebäude eine Länge von  167 Metern hatte und eine Breite von 105 Metern. Umgeben war es mit überdachten Terrassen und einer Panoramaterrasse. Manch Fest ist wohl im Inneren gefeiert worden und mit Sicherheit wurde hier auch die eine oder andere Intrige geschmiedet, die irgendwen das Leben kostete oder doch zumindest seinen Ruin bedeutete.  Das Geschlecht der Valerier ist nicht so mächtig geworden, weil es vor Milde strotzte. Vielmehr waren es Härte, Rachsucht und Egoismus, der dieses Geschlecht auszeichnete. Dennoch haben sie ihren Einfluss in vollem Maße ausgenutzt und sich diesen auch hart erkämpfen müssen. Was immer man ihnen auch nachsagen kann, wer sich die Grotte di Catullo anschaut, der wir in jedem Fall bestätigen müssen und auch können, dass sie sich im Bereich des Errichtens von Bauwerken der Superlative bestens auskennen. Ansonsten birgt die Grotte di Catullo noch unendlich viele Geheimnisse und viele von ihnen werden sich wohl auch nie lüften lassen. Generell ist die Grotte di Catullo schon zu den Ausgrabungen an sich zu zählen, die historisch keine so besondere Bedeutung aber dennoch interessant sind. Hier muss man sich in der Regel schon immer Stück für Stück anhand verschiedener kleiner Puzzle Teile zusammen reimen und die Forschungsarbeiten gehen nur besonders langsam voran.