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Grotte di Catullo

Sirmione und die Grotte di Catullo – eine Reise in die römische Ära

Der größte Binnensee Italiens, der Gardasee, ist bereits seit Jahrtausenden für die Menschen ein Anziehungspunkt. Die schöne Lage und das milde Klima sorgten dafür, dass sich an den Ufern des Sees sehr früh in der menschlichen Geschichte Völker niederließen. Vor allem aus der Zeit der römischen Epoche sind in der Region um den Gardasee, viele spannende Hinterlassenschaften zu sehen. Darunter auch die Grotte di Catullo.

Weitere Infomationen…

Anschrift:

Piazza Orti Manara, 4,

25019 Sirmione BS

 

Besuchsdauer: mehr als 2 Stunden

 

Grotte di Catullo – eindrucksvolles Zeichen der römischen Herrschaft

Eine sehr beeindruckende Ausgrabung aus römischer Zeit befindet sich in der Nähe von Sirmione. Die „Grotte di Catullo“, bei der es sich eigentlich nicht um eine Grotte, sondern um eine Villenanlage handelt, befindet sich am Südufer des Gardasees auf dem Ende der Landzunge von Sirmione. Die alte römische Villa „Grotte di Catullo“ umfasst auch die für diese Zeit typischen Thermalbäder. Die Grotte di Catullo erlaubt dem Besucher einen Einblick in die historische Lebensweise. Wie bei vielen altertümlichen Stätten, ranken sich auch um die Grotte di Catullo einige Legenden über die Herkunft. Das riesige Kulturdenkmal der Römerzeit soll einer Familie Valerii aus Verona gehört haben. Zudem soll sogar Kaiser Julius Cäesar, der der Familie Valerii nahe gestanden hatte, eine kurze Zeitspanne in der Villa gewohnt haben. Den Legenden zu Folge soll der römische Dichter Gaius Valerius Catullus in der Grotte di Catullo gewohnt haben, was für die Namensgebung sprechen würde.

Grotte di Catullo – Überreste eines prachtvollen Sanatoriums aus römischen Tagen

Der Römer Gaius Valerius Catullus lebte allerdings eher zurückgezogen. Aus seinem Leben von 87 bis 54 vor Christus sind entsprechend nur wenig Einzelheiten bekannt. Sein Werk aus Epigrammen und Gedichten wurde jedoch überliefert. Der Dichter, der unter dem Kürzel Catull bekannt wurde, hat die Villa „Grotte di Catullo“ aber nie selbst gesehen, denn sie wurde erst gebaut, nachdem der Dichter bereits verstorben war. Nichts desto trotz verbrachte der Dichter einen Teil seines Lebens in Verona und kam zur Erholung und Entspannung nach Sirmione. Diesem schönen Ort mit seiner idyllischen Lage widmete Catull einige seiner Verse. Der prominente Besucher durfte also als Namensgeber für die „Grotten“, die sich über eine Fläche von zwei Hektar ausbreiten, herhalten. Die Grotte di Catullo, von der heute noch gut sichtbare Ruinen zu bestaunen sind, wurde in der damaligen Zeit wohl als eine Art Sanatorium genutzt. Davon zumindest gehen Archäologen und Forscher, die immer noch Teile der Überreste archäologisch untersuchen, aus. Auf dem Gelände befanden sich ursprünglich eine prächtige, große Villa, einige Nebengebäude und ein Thermalbad. Die gesamte Anlage umfasste eine Fläche von 167 x 105 m.

Museum an der Grotte di Catullo – ein Blick in die Vergangenheit

Am Eingang der Grotte di Catullo Villa befindet sich heute ein kleines Museum. Das moderne Gebäude beheimatet viele Grabungsfunde, die dem Besucher Einblick in die Vergangenheit geben. Die Artefakte zeugen vom Luxus und der Pracht der ursprünglichen antiken Grotte di Catullo Anlage. Das Leben in der Zeit der römischen Bewohner wird in Filmen nachgestellt, die im Museum über mehrere Monitore gezeigt werden. Die Gebäude der Grotte di Catullo werdenin 3G-Animationen rekonstruiert dargestellt. Insbesondere für Kinder gibt es spannende Angebote, die interaktiv genutzt werden können. Alle Informationen rund um die spannende Geschichte der Grotten werden auf Italienisch, Englisch und Deutsch bereitgestellt, so dass alle Besucher sich in die Lebensweise der Vergangenheit hineinversetzen können. Im Museum befinden sich neben der römischen Ausstellung auch eine mittelalterliche und eine prähistorische.

Grotte di Catullo – eine ansprechende Gegend für die gesunde Lebensart

Sirmione ist bei vielen Reisenden beliebt, was nicht nur an der wunderschönen Lage am Gardasee allein liegt. Der Ort verfügt über heißes Thermalwasser. Bereits die alten Römer erkannten die heilende und stärkende Wirkung von Bädern in Thermalquellen. Um das Thermalwasser optimal nutzen zu können, wurde in der Anlage der Grotte di Catullo ein entsprechend luxuriöses Thermalbad errichtet. In einer Tiefe von 18 Metern wurden in der Anlage der Grotten römische Bleirohre entdeckt, durch die das heilende Wasser der Thermalquellen in das antike Bad geleitet wurde. Da alle Ruinen für Besucher zugänglich sind, können diese den damaligen Luxus auch heute noch erahnen.

So soll die Grotte di Catullo einmal ausgesehen haben

Um das Jahr 800 herum fanden die ersten Ausgrabungen auf dem Areal der Grotte di Catullo statt. Allerdings dauerten diese nicht besonders lange. Zumindest wurden die Begrenzung der originalen Formen der Zimmer und die Dimensionen der Villa festgestellt. Demnach hatte die Villa einen viereckigen Grundriss und einen Perimeter von zirka 2 Hektar. Um einige Zimmer nachstellen zu können, wurden flächendeckende Ausgrabungen gemacht, die entsprechende Steine zu Tage förderten. Mittlerweile ist das höchste Villenniveau natürlich erodiert, so dass es beinahe verschwunden ist. Aber einige untere Stockwerke der Villa sind erhalten und können von Besuchern erkundet werden. Zwischen den Ausgrabungsstätten der Grotte di Catullo sind zudem, uralte, knorrige Olivenbäume zu finden, die anmuten als stünden sie dort seit Anbeginn der Zeit.

Von Sirmione zur Grotte di Catullo – so kommt der Besucher hin

Sirmione hat natürlich selbst auch ein historisches Stadtzentrum, das sehr sehenswert ist. Neben der Grotte di Catullo bietet das Scaliger Kastell dem historisch Interessierten tiefe Einblicke in die Vergangenheit. Nach einem Spaziergang durch die pittoresken, engen Gassen der Stadt, auf denen sich viele Geschäfte und Boutiquen für Shoppingbegeisterte befinden, können sich die Besucher schnell auf den Weg zu den Ausgrabungsstätten machen. Vom historischen Stadtzentrum von Sirmione können Besucher die Grotte di Catullo einfach zu Fuß besuchen. In nur 15 Gehminuten erreicht man die Ausgrabungsstätten. Während der Sommersaison verkehrt zwischen Sirmione und der Grotte di Catullo zudem ein elektrischer Zug. So sind die Besucher schnell am Ort der reich an Geschichte und literarischen Ergüssen ist. Wen die Geschichte weniger interessiert, der kann sich an der Natur im Olivenhain erfreuen. Und wer zur richtigen Zeit kommt, kann sogar frische Oliven vom Baum stibitzen.

Museen und Monumente rund um den Gardasee

Der Gardasee und seine Umgebung bietet eine Menge historischer Stätten. Neben der wunderschönen Naturlandschaft gibt es, entsprechend viele kulturelle Schätze zu bewundern. An den Ufern des Gardasees sind neben der Grotte di Catullo noch viele andere Monumente und Museen anzutreffen, die den historisch Interessierten eine Reise durch die Vorgeschichte und die Moderne der Region ermöglichen. Sei es die Römerzeit, das Hochmittelalter oder das Risorgimento – jede Epoche ließ den Gardasee Schlachten sehen, in die der Besucher eintauchen kann, wenn er die historischen Stätten besichtigt. Natürlich gibt es in den Museen rund um den Gardasee nicht nur geschichtliche Eindrücke von Schlachten, sondern auch Ausstellung zu lebensnahen Themen wie die Fischerei, die Wein- oder Olivenölproduktion zu entdecken. Ob das Museum für Moderne Kunst in Rovereto, das Museum für Pfahlbauten am Ledrosee, das Stadtmuseum von Riva del Garda, das Vittoriale degli Italiana in Gardone Riviera oder die Grotte di Catullo in Sirmione – für jeden Kulturgeschmack findet sich ein passendes Museum.

Genug von Geschichte – das andere Gesicht der Grotte di Catullo

Es muss allerdings nicht den ganzen Tag um Geschichte gehen, wenn die Grotte di Catullo besucht wird. Schließlich sind die Ausgrabungsstätten nur ein Teil des Ganzen. Rund um die Ausgrabungsstätten gilt es auch die herrliche Landschaft zu entdecken. Besucher finden hier auch die Nähe zur Natur und die Ruhe, die für einige erholsame Stunden notwendig ist. Ein Streifzug durch den Olivenhain kann sehr beruhigend wirken und bildet den perfekten Abschluss eines historisch, ereignisreichen Tages.