Urlaub am Gardasee mit Hund – Tipps für eine entspannte Zeit

Möchten Sie den Urlaub am Gardasee mit Hund verbringen, dürfen Sie sich freuen, denn diesbezüglich hat sich in den letzten Jahren vieles positiv verändert. Gardasee mit Hund – das bedeutet im Norden einen faszinierenden Ausblick auf das Randgebiet der Alpen, während Sie im flacheren Süden mediterranes Flair mit Palmen erwartet.



 

Hundefreundlich gesinnte Umgebung

Noch vor einigen Jahren galt am Lago di Garda strikte Leinenpflicht für Hunde und es herrschte Badeverbot. Erst 2011 wurde der Urlaub am Gardasee mit Hund einladender – inzwischen sind Vierbeiner vielerorts willkommen. Das betrifft insbesondere Unterkünfte und Badestrände, während Unternehmungen mit dem Liebling der Familie allgemein entspannter geworden sind.

Grundsätzlich gibt es in Italien Leinen- und Maulkorbpflicht. Die Leine darf nicht länger als 1,50 Meter sein. Nicht überall werden die Gesetze allerdings strikt durchgesetzt. Am Gardasee dürfen gut erzogene Vierbeiner durchaus auch ohne Maulkorb mit der Familie spazieren gehen – er sollte jedoch sicherheitshalber stets mitgeführt werden. In freier Natur muss der Hund auch nicht zwangsläufig nur an der kurzen Leine geführt werden. Eine Voraussetzung für den Freilauf in der Natur ist jedoch, dass er nicht wildert, jederzeit abrufbar ist und vor allem keine Jagdsaison ist. In Restaurants sind Hunde üblicherweise nicht gestattet. Doch auch diesbezüglich zeigt man sich am Gardasee mit Hund recht tolerant: Fragen Sie freundlich nach und benimmt sich Ihr Hund, bestätigt eine Ausnahme möglicherweise die Regel.



 

Hundestrände

Erst im Mai 2011 wurde der erste offizielle Hundestrand eingerichtet. Der Bau Beach im Südosten nahe Peschiera del Garda misst an die 1.000 Quadratmeter. An Land besteht die übliche Leinenpflicht, während der Hund im Wasser durchaus frei toben, spielen und schwimmen darf. Hier kann die gesamte Familie am Gardasee mit Hund entspannen oder auf Spaziergängen den Uferbereich erkunden. Die Nutzung des Bau Beach ist komfortabel und familienfreundlich, aber auch kostenpflichtig. Daneben finden Sie rund um den Gardasee mit Hund kostenfreie Möglichkeiten zum Abkühlen und Entspannen.

Weitere offizielle Hundestrände erwarten Sie im Westen in Salò und Toscolano-Maderno. Daneben gibt es im südlichen Teil einige kleinere Buchten, an denen freundliche Hunde toleriert werden. Im Norden eignet sich der Gardasee mit Hundaufgrund der steileren, engen Küste weniger für einen Badeurlaub, wohl aber lädt er zu ausgiebigen Wanderungen ein.

 

Mit dem Hund unterwegs

Gardasee mit Hund bedeutet vielseitige Möglichkeiten für Unternehmungen. So gibt es am Ledrosee ebenfalls einen Strandabschnitt, an welchem Hunde gestattet sind. Dieser ist zwar steinig und daher weniger zum entspannten Liegen geeignet, wohl aber lohnt sich eine Wanderung zu dem nordwestlich des Gardasees gelegenen Ausflugsziel: Die Wanderroute ist ausgeschildert und Sie dürfen eine wunderschöne Landschaft genießen sowie die blau-türkise Farbe des Bergsees bewundern. Auch sonst finden Sie viele Ziele für ausgiebige Spaziergänge und Wanderungen, wobei vor allem der Norden mit den Alpen eine abwechslungsreiche Landschaft als Kulisse bietet.

Am Gardasee selbst, insbesondere im südlichen Teil, erwarten Sie idyllische Orte und Häfen, die einen Besuch wert sind. Lohnenswerte Ausflugsziele am Gardasee mit Hund sind ruhigere Ortschaften wie Moniga oder Manerba am südwestlichen Ufer oder die im Südosten eher ländlich gelegenen Orte Garda und Bardolino. Der Gardasee mit Hund bietet hier mehr Abwechslung und Freiheiten als in größeren Ortszentren.

Achten Sie bei Spaziergängen und Wanderungen darauf, stets ausreichend frisches Wasser für Ihren Hund dabei zu haben und die Routen auf seine Kondition abzustimmen. Für kleinere Hunde können Sie eventuell eine Tragemöglichkeit mitnehmen, falls der Weg zu anstrengend wird. Ist Ihr Hund fit genug, bieten sich neben Ausflügen zu Fuß solche mit dem Fahrrad an – die Wanderwege sind üblicherweise zugleich Radwege.

Besuchen Sie in den Sommermonaten den Gardasee mit Hund, haben Sie eventuell Gelegenheit, das Festival „Tener-a-mente“ zu besuchen – ein musikalisch-kulturelles Highlight im Sommer. Hier sind Hunde erlaubt und erhalten sogar Wasser und Leckerli.

 

Auto und öffentliche Verkehrsmittel

Ob bei der Anreise oder wenn Sie am Gardasee mit Hund etwas unternehmen möchten – für die Bahn und im Auto gibt es Vorschriften. So ist bei Autofahrten die Sicherungspflicht in Italien zu beachten. Kleine Hunde bis etwa sechs Kilogramm Körpergewicht können Sie auf Bahnfahrten kostenlos mitnehmen. Sie müssen aber in einer Box mit den maximalen Maßen von 70 x 30 x 50 Zentimeter untergebracht sein. Größere Hunde sind in ICE und vergleichbaren Zügen nur in speziellen Waggons gestattet. In Regionalzügen können sie oft in allen Wagen dabei sein. Bei der Bahnfahrt ist unbedingt die Leinen- und Maulkorbpflicht zu beachten. Die Regelungen im Einzelnen unterscheiden sich in Italien je nach Bahngesellschaft – informieren Sie sich einfach vor Antritt der Fahrt über die Bedingungen und Kosten.

 

Eine Unterkunft finden

Vor dem Urlaub am Gardasee mit Hund ist etwas Organisation erforderlich. Vor allem müssen Sie eine geeignete Unterkunft finden. Vielerorts sind Hunde gestattet oder zumindest toleriert. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit eines Campingurlaubs am Gardasee mit Hund, ideal für Naturliebhaber.

Obgleich die Vermieter vieler Unterkünfte und auch Hotels und Pensionen Hunden gegenüber freundlich eingestellt sind, gibt es gelegentlich Einschränkungen. Das betrifft meist die Größe; kleine Hunde sind oft eher willkommen. Fragen Sie daher vor der Buchung nicht nur, ob Hunde gestattet sind, sondern nennen Sie auch Rasse und Größe, um unliebsame Überraschungen am Urlaubsort zu vermeiden. Ihr Ansprechpartner kann Sie vorab außerdem über eventuelle weitere Regelungen informieren. Das betrifft insbesondere Verhaltensregeln in den Räumlichkeiten und dem Gebäude.

So ist üblicherweise die Leinenpflicht zu beachten und möglicherweise gibt es für Hunde bestimmte Tabuzonen. Dass von Ihrem Hund keine Belästigung gegenüber den anderen Gästen ausgehen darf, sollte selbstverständlich sein. In Unterkünften, die Hunde ausdrücklich willkommen heißen, ist in der Regel mit weniger Einschränkungen zu rechnen als in solchen, die Hunde auf Anfrage tolerieren.

 

Reisevorbereitungen Gardasee mit Hund

Vor Antritt der Reise sind nicht nur für Zweibeiner, sondern auch für Vierbeiner allerlei Vorbereitungen zu treffen. Gardasee mit Hund bedeutet, dass zunächst die EU-Bestimmungen einzuhalten sind. Sie benötigen für Ihren Hund also einen EU-Heimtierausweis. Dieser enthält Informationen zum Tier und zum Besitzer sowie über den Impfstatus. Neben den üblichen Impfungen ist die Tollwutimpfung besonders wichtig: Die letzte Auffrischung muss mindestens 21 Tage vor Reiseantritt erfolgt sein. Welpen, die jünger als drei Monate sind, dürfen daher nicht einreisen.

Daneben ist für die Einreise und den Aufenthalt am Gardasee mit Hund eine Mikrochip-Kennzeichnung erforderlich. Der Chip wird unter der Haut injiziert und kann anschließend mit einem speziellen Gerät ausgelesen werden. Die Chip-Nummer wird ebenfalls im EU-Heimtierausweis vermerkt. Ausführliche Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt oder dem „Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“.

 

Insektenschutz und Vorsorge

Die sogenannten Mittelmeerkrankheiten sind eher auf den Mittelmeerinseln verbreitet und müssen am Gardasee mit Hundweniger gefürchtet werden. Wohl aber ist auch in Italien Borreliose verbreitet. Die Übertragung erfolgt wie in Deutschland durch Zecken. Sorgen Sie daher vor Ihrem Aufenthalt am Gardasee mit Hund für einen geeigneten Schutz, um unbeschwert die schöne Naturlandschaft genießen zu können. Möglicherweise ist außerdem eine BorrelioseImpfung sinnvoll. Untersuchen Sie das Fell nach jedem Aufenthalt im Freien nach Zecken und entfernen Sie diese gegebenenfalls, können Sie ein Risiko auch am Gardasee mit Hund weitgehend ausschließen.

 

Für eine erlebnisreiche Zeit am Gardasee mit Hund

Entscheiden Sie vorab, ob Sie den eher mediterran anmutenden südlichen oder den nördlichen Teil des Gardasees mit seiner Bergkulisse bereisen möchten. Entsprechend unterscheiden sich die Möglichkeiten für Unternehmungen am Gardasee mit Hund. Gewöhnen Sie Ihren Liebling für alle Fälle vor Reiseantritt an den Maulkorb. So bereitet ihm das gelegentliche Tragen im Urlaub keinen Stress. Treffen Sie außerdem, falls erforderlich, die Vorbereitungen für die Einreise in Italien.

Wählen Sie die Unterkunft sorgfältig aus, damit Sie und Ihr Hund möglichst wenigen Einschränkungen unterliegen. Bevorzugen Sie es ruhiger, ist der höher gelegene, etwas kühlere Ledrosee eine Alternative zum Gardasee mit Hund – in jedem Fall aber ist sein Anblick einen Ausflug wert.